Was wir tun
Kolumbien: Land der Extreme
Zwischen Anden, Karibik und Amazonas erstreckt sich Kolumbien, eines der vielfältigsten und artenreichsten Länder der Welt.
Doch es ist auch eines der ungleichsten: Während einige wenige im Reichtum schwelgen, lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armut.
Über sechs Jahrzehnte des Bürgerkriegs, organisierter Kriminalität und interner Vertreibung haben die soziale Ungleichheit weiter verschärft. Auch das Friedensabkommen von 2016 hat kein Ende der Gewalt gebracht.

Hintergrund
Der Konflikt um Land und Ressourcen zwang viele Kleinbauern und Familien zur Flucht in die Großstadt. Ihrer Existenzgrundlage beraubt, ließen sie sich an den Stadträndern nieder, wo sie in einfachen Hütten und Häusern lebten, ohne Aussicht auf würdige Arbeit und Zugang zu staatlichen Dienstleistungen.
Die Landflucht ist bis heute eines der Kernprobleme Kolumbiens: mit rund 7,3 Millionen Binnenflüchtlingen ist es nach Syrien und Sudan das Land mit den meisten intern Vertriebenen weltweit.
Cali und Aguablanca
Mit der Zeit wuchsen die informellen Siedlungen zu ganzen Stadtbezirken heran. Im Osten von Cali, der drittgrößten Stadt Kolumbiens, entstand so das Viertel Aguablanca.
Heute leben hier über 750.000 Menschen – rund ein Drittel der insgesamt 2,3 Millionen Stadtbewohner. Die meisten von ihnen sind Nachkommen afrokolumbianischer Vertriebener aus der Pazifikregion und historisch besonders von struktureller Ausgrenzung betroffen.
Das Trauma jahrzehntelanger Gewalt und fehlende staatliche Präsenz haben tiefe Narben hinterlassen. Als das größte Armutsviertel von Cali ist Aguablanca wegen seiner hohen Kriminalitätsrate auch über Landesgrenzen hinaus bekannt; die meisten wohlhabenden Kolumbianer:innen haben es aus Angst noch nie betreten.
Keine Chancen ohne Bildung
Die Kinder und Jugendlichen in Aguablanca wachsen in einem Umfeld auf, das ihre Chancen von Anfang an einschränkt. Bandenkriminalität, zerrüttete Familienstrukturen und fehlende Perspektiven bestimmen ihren Alltag. Viele übernehmen früh Verantwortung für jüngere Geschwister oder müssen zum Familieneinkommen beitragen. Sinnvolle Freizeitangebote abseits der Straße gibt es kaum.
Die Folgen zeigen sich im Klassenraum: Kinder können sich nicht konzentrieren, zeigen Verhaltensauffälligkeiten oder brechen die Schule ab.
Was sie am dringendsten brauchen, können die meisten Schulen nicht bieten: sichere Räume, in denen sie sich entfalten können. Menschen, die an sie glauben und ihnen Mut machen. Und die Chance zu entdecken, was in ihnen steckt.
Genau hier setzen wir an.

Unser Fokus

Bildung
Wir unterstützen die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, insbesondere in den Fächern Englisch und Informatik, und fördern Maßnahmen zur Berufsorientierung.

Musikunterricht
Instrumentalunterricht und Chorgesang fördern die emotionale und kognitive Entwicklung der Kinder und stärken das soziale Miteinander.

Aufklärung & Prävention
Workshops zu Rechten, Gesundheit und Sexualität schützen Jugendliche und befähigen sie, selbstbestimmte Entscheidungen für ihr Leben zu treffen.
Wir schaffen Perspektiven

Gemeinsam können wir viel bewegen
Ob durch eine Spende, ehrenamtliches Engagement oder eine Mitgliedschaft – jede Unterstützung macht die Welt ein kleines bisschen besser. Jetzt mitmachen und Gutes tun!